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  Ramstein Air Force Base in Europe 25.06.2017 12:04 (UTC)
   
 








Ramstein Air Force Base
Gateway to Europe


Die Ramstein Air Base (kurz: Ramstein AB) ist der größte Stützpunkt der US Air Force außerhalb der USA und das Hauptquartier der United States Air Forces in Europe (USAFE), der United States Air Forces in Africa (USAFAF) sowie das Headquarters Allied Air Command Ramstein (HQ AC Ramstein), einer NATO-Kommandobehörde zur Führung von Luftstreitkräften. Die Air Base liegt unmittelbar östlich von Ramstein, rund 10 Kilometer westlich von Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz.Die US Air Force nutzt den Stützpunkt hauptsächlich als europäische Drehscheibe für Fracht- und Truppentransporte sowie als Ziel von Evakuierungsflügen, da sich im nahen Landstuhl das größte US-amerikanische Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten, das Landstuhl Regional Medical Center (LRMC), befindet.Die Air Base verfügt über zwei Start- und Landebahnen: 08/26 mit 3.200 Meter Länge und 09/27 mit 2.830 m. Rund 35.000 Militärangehörige und 6.000 Zivilisten arbeiteten 2004 auf der Basis.
Geschichte
Während des Zweiten Weltkrieges benutzte die Deutsche Luftwaffe einen Abschnitt der Reichs-Autobahn nahe der Ortslage von Ramstein als Autobahn-Behelfsflugplatz. Gegen Ende des Krieges eroberten die vorrückenden US-Streitkräfte die Anlage. Im April 1951 begannen die Amerikaner gemeinsam mit den Franzosen, zu deren Besatzungszone das Gebiet anfänglich gehörte, mit der Erweiterung der Basis. Deren südlicher Teil beherbergte ab 1952 mit der Landstuhl Air Base den eigentlichen Flugplatz, während im nördlichen Teil Mitte 1953 dieRamstein Air Force Installation mit Hauptquartieren und Verwaltung ihren Betrieb aufnahm. Beide Teile wurden schließlich zum 1. Dezember 1957 unter dem NamenRamstein-Landstuhl Air Base zusammengelegt und der Name später zu Ramstein Air Base vereinfacht. Zunächst waren dort Kampfflugzeuge des Typs F-84 und F-4stationiert, ab 1971 auch Transportflugzeuge des Military Airlift Command (MAC)(heute Air Mobility Command (AMC)). Das Hauptquartier der United States Air Forces in Europe (USAFE) wurde im März 1973 von Wiesbaden-Erbenheim nach Ramstein verlegt. Am 28. Juni 1974 wurde das Headquarters Allied Air Forces Central Europe (AAFCE) als Vorläufer des heutigen Headquarters Allied Air Command auf der Ramstein Air Base aufgestellt
  
Besondere Vorkommnisse  
Auf das Hauptquartier der USAFE verübte die Rote Armee Fraktion (RAF) am 31. August 1981 einen Sprengstoffanschlag, bei dem zwanzig Personen zum Teil schwer verletzt wurden.Bei dem bis einschließlich 1988 jährlich auf der Air Base abgehaltenen Flugtag ereignete sich am 28. August 1988 mit dem Flugtagunglück von Ramstein eine der größten Katastrophen, die je im Rahmen einer Flugschau vorgekommen sind. Dabei kollidierten drei Jets der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori bei der Durchführung der Flugfigur Durchstoßenes Herz. Die verursachende Solo-Maschine stürzte in die Zuschauermenge und tötete 35 Menschen sofort, hunderte weitere wurden zum Teil schwer verletzt, wodurch sich die Zahl der Toten später auf 70 erhöhte. Seitdem gibt es in Deutschland sehr strenge Regeln für militärische Flugschauen, was z. B. den Überflug der Besucher oder besonders risikoreiche Flugmanöver angeht.Die deutsche Rockband Rammstein stritt lange Zeit ab, sich nach diesem Unglück benannt zu haben. Diese Band trat jedoch kurz nach der Gründung unter dem eindeutigen Namen Rammstein-Flugschau auf. Nachdem dies bekannt wurde, erklärte die Band, nicht mehr rechtzeitig einen anderen Namen gefunden zu haben.Am 29. August 1990 stürzte ein Militärtransporter vom Typ Lockheed C-5A Galaxy der US Air Force unmittelbar nach dem Start ab, wobei 13 der 17 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.
 
Heutige Nutzung1994 verließen die letzten hier stationierten Kampfflugzeuge vom Typ F-16 den Stützpunkt.Nach der Schließung der Rhein-Main Air Base im Rahmen des Rhein-Main Transition Program zum 31. Dezember 2005 wurde die Ramstein Air Base zum wichtigsten europäischen Stützpunkt für den Lufttransport der US-Streitkräfte. Auch die Ein- und Ausreise vieler in Europa stationierter US-Soldaten und ihrer Angehörigen wird seitdem über Ramstein abgewickelt. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, wurde unter anderem eine zweite Start- und Landebahn gebaut, ein zusätzliches Passagierterminal, ein Frachtterminal sowie Verwaltungsbauten neu errichtet. Des Weiteren wird die ältere Startbahn saniert und verlängert sowie ein Passagiergate neu gebaut. Nach dem derzeitigen Stationierungskonzept wird die Ramstein Air Base intern als Main Operating Base bezeichnet. Verwundete US-Soldaten aus arabischen Kampfgebieten werden nach einer ersten Notversorgung nach Ramstein eingeflogen und zum nahegelegenen US-Militärkrankenhaus Landstuhl Regional Medical Center zur medizinischen Weiterbehandlung überführt. Im Dezember 2005 geriet die Air Base wegen mutmaßlicher CIA-Gefangenenflüge in die Schlagzeilen. Vom 7. März 2003 bis 10. April 2006 wurden rund 150 Bundeswehrsoldaten zur Sicherung der Eingänge und der Fahrzeugkontrolle zur Air Base eingesetzt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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